Trekkingstöcke: Auswahl, Test und 11 Tipps aus der Praxis

Trekkingstöcke

Trekkingstöcke: Teleskopstock oder faltbar? Aluminium oder Carbon? Was ist die richtige Länge der Trekkingstöcke und was gibt es sonst zu beachten?

In diesem Artikel erfährst Du worauf es wirklich ankommt und wie Du ohne eine Wissenschaft daraus zu machen Deine Trekkingstöcke findest.

Warum überhaupt Trekkingstöcke?

In den letzten Jahren haben Trekkingstöcke vor allem in den Bergen und bei langen Touren einen kometenhaften Aufstieg erlebt. Noch um die Jahrtausendwende war das wandern mit Trekkingstöcken noch gar nicht so weit verbreitet und galt oft noch als Gehhilfe für Kniegeschädigte. Heute haben sich Stöcke vor allem in den Bergen aber zu Recht fest etabliert, fast alle Bergewanderer nutzen sie inzwischen.

Vorteile von Trekkingstöcken

Entlastung des Bewegungsapparates

  • Entlastung des unteren Bewegungsapparates um „etliche Tonnen Last pro Gehstunde“ (Quelle)
  • Reduzierung der Vertikalkräfte beim Bergabgehen im Doppelstockeinsatz um bis zu 25% (Quelle)
  • Bessere Kraftverteilung, der Oberkörper übernimmt bergauf einen Teil der Kraft
  • Entlastung der Schultern beim Tragen von Rucksäcken – die Schultern werden bewegt und nicht nur statisch belastet

Erhöhung der Sicherheit

  • besserer Halt auf Schneefeldern und rutschigen Untergründen
  • Unterstützung der Balance z.B. bei Geröll, beim Furten oder in unwegsamen Gelände
  • Testen der Tragfähigkeit des Untergrundes (Schneebrücken, sumpfiges Gelände)

Reduzierung des Ausrüstungsgewichtes – Multiuse

  • Ersatz für Zeltstangen
  • Stativersatz
  • Schiene in der Ersten Hilfe

Kritik an der Nutzung von Trekkingstöcken

Erhöhte Unfallgefahr

  • Abrutschen auf glatten Steinplatten
  • Verklemmen in Spalten oder Wurzeln (immer einen Trekkingteller benutzen!)
  • Stürze wegen Durchrutschen der Klemmungen
  • Stolpern über Stöcke

Eine Studie zum Thema Wanderstöcke und Sturzhäufigkeit kommt allerdings zum Ergebnis dass es keine Anhaltspunkte gibt, einem Wanderer vom Gebrauch von Wanderstöcken aus Angst vor zusätzlichen Stürzen bzw. deren Folgen abzuraten.

Verkümmern der eigenen Fähigkeiten

  • ohne Belastungsreize werden Gelenkknorpel nicht ernährt und Muskeln nicht trainiert (Quelle)
  • verringertes Gleichgewichtsgefühl ohne Stöcke

Am besten trainiert man seine eigenen Fähigkeiten in einfacherem Gelände und nutzt die Stöcke nur dann wenn sie wirklich eine Hilfe sind – Bergauf und Bergab solange man nicht seine Hände zum Klettern braucht.

Letztlich kommt es darauf an dass man Trekkingstöcke mit der richtigen Gehtechnik nutzt und den Risiken aktiv begegnet. Wie das geht erfahrt ihr im Abschnitt Tipps zum Gehen mit Trekkingstöcken.

Auswahlkriterien

Während es früher nur Teleskopstöcke mit Drehverriegelung gab haben wir heute die Qual der Wahl. Neben dem Verschlusssystem dürfen wir uns heute zwischen allerlei verschiedenen Griffen, Schlaufen, Dämpfungen und Materialien entscheiden. In diesem Abschnitt erfahrt ihr alles über die verschiedenen Auswahlkriterien und Optionen.

Verschlußsystem

Beim Drehverschluß (im Bild rechts) verdreht man die Stocksegmente zum Öffnen und Verschließen gegeneinander. Bis einem die Drehrichtungen ins intuitive Öffnen und Schließen übergegangen ist dauert es ein wenig und mit der Zeit verschleißt die innenliegende Klemmhülse. Die kann man zwar austauschen, wenn man sie aber auf Tour überdreht steht man im schlimmsten Fall erstmal mit einem defekten Stock da.

  • günstig
  • kurze Lebensdauer (Klemmhülse als Ersatzteil meist erhältlich)
  • schwere Bedienung mit Handschuhen
  • bei Temperaturschwankungen schwer zu öffnen (unterschiedliche Ausdehnung der Materialien verstärkt die Klemmung)
  • Längenverstellung dauert länger
  • Durchrutschen bei höherer Belastung

Beim Klemmverschluß (im Bild links) werden die Stocksegmente mechanisch von außen geklemmt. Das geht intuitiv und die Stärke der Klemmung lässt sich von außen auch sehr einfach nachstellen. Gute Modelle können sogar einfach mit einem Geldstück nachgestellt werden. Im Winter kann man den Klemmverschluß auch mit Handschuhen gut bedienen solange er nicht komplett eingefroren ist. Zusätzlich hält die Klemmung größeren Lasten als ein Drehverschluss aus.

  • leicht und schnell zu öffnen
  • leichte Einstellung der Klemmkraft
  • in Alu-Variante sehr stabil
  • leicht mit Handschuhen zu bedienen
  • hohe Klemmkraft
  • teurer als Drehverschluss
  • bei Defekt nur mit ganzem Segment als Ersatzteil erhältlich
Griffe und Schlaufen

Da man mit Griffen und Schlaufen stundenlang verbunden ist sollten sie zu Dir und Deinen Anforderungen passen. Für mich sind dabei drei Dinge entscheidend:

  1. Ergonomie: Der Griff sollte ergonomisch geformt sein, zu Deiner Hand passen und idealerweise am Kopf eine Stützfläche für steile Abstiege haben. Wenn der Griff dann noch nach unten verlängert ist kannst Du bei steilen Zwischenanstiegen ohne den Stock in der Länge neu einzustellen kurz umgreifen.
  2. Material: Das Material muss angenehm auf der Haut, rutschfest und wärmeisolierend sein. Das alles erfüllen Korkgriffe genauso wie Griffe aus modernen Schaummischungen. Die fühlen sich zwar dann nicht ganz so natürlich an, sind dafür aber leichter und teils, vor allem mit schwitzigen Händen, noch griffiger. Trekkingstockgriffe aus Kunststoff sind sehr rutschig und schwer. Sie werden nur in der unteren Preisklasse eingesetzt. Und Vorsicht: Teils sehen Griffe nur aus wie Kork, sind aber Kunststoffmischungen!
  3. Handschlaufe: Sie darf an der Innenseite gerne weich bzw. gepolstert sein und darf keine Scheuerstellen an der Hand haben. Die mittlerweile beworbene Atmungsaktivität halte ich für 2cm breite Schlaufen aber eher für einen Werbegag. Wenn Du schwitzt oder es regnet werden sie eben nass. Die Schlaufen auf die richtige Länge einzustellen ist Standard, wenn Du sehr große Hände und Handgelenke hast darfst Du aber auf jeden Fall ausprobieren ob der Verstellbereich groß genug ist.
Dämpfung

Da wir mit den Trekkingstöcken Last von den Beinen und den Gelenken des Bewegungsapparates nehmen stellt sich natürlich die Frage ob man nicht am Ende dann zu viel Last auf die Hände und den Oberkörper bringt. So sollen Dämpfungen in Trekkingstöcken die Stoßbelastung auf den oberen Bewegungsapparat reduzieren. Das ist ein Stück bequemer, gleichzeitig verliert man dabei aber auch Kraft aus dem Oberkörper. Vor allem Bergauf macht das keinen Sinn. Wenn Du einen Stock mit Dämpfung willst dann sollte es also auf jeden Fall eine einfache Feststellung der Dämpfung geben.

Ich selbst freue mich über weniger Gewicht am Stock und vermisse nichts seitdem ich nur noch Stöcke ohne Dämpfung einsetze.

Stocklänge

Die Stocklänge hängt vor allem von Deiner Körpergröße und der Höhe Deines angewinkelten Unterams ab. Die optimale Stocklänge für ebenes Gelände hast Du, wenn Deine Unterarme 90° angewinkelt sind. Beim Bergauf- und Bergabgehen sollte man die Stöcke schnell um ca. 5-10cm kürzen oder verlängern können.

Stocklänge

Richtwert für die Stocklänge in Abhängigkeit Deiner Größe (am besten mit Schuhen ausprobieren)

Wenn Du Deine Trekkingstöcke z.B. beim Ultraleicht Trekking auch zum Aufbau eines Tarps oder eines Tarptents verwenden willst brauchst Du gegebenenfalls einen noch größeren Einstellbereich. Den größten Einstellbereich haben 3- oder 4teilige Teleskopstöcke während bei faltbaren Stöcken wenn überhaupt nur das oberste Segment einstellbar ist.

Material

Lange Zeit wurden Trekkingstöcke ausnahmslos aus Aluminium hergestellt. Heute teilt sich das Trekkingstock-Angebot auf 3 Materialien bzw. Materialkombinationen auf:

  • Aluminium: günstig und bis zu einem gewissen Grad biegsam; im Notfall kann man einen verbogenen Stock auch wieder provisorisch richten
  • Carbon: sehr leicht, nimmt Vibrationen auf, ist aber weniger biegsam und bricht deutlich schneller als Aluminium
  • gemischte Varianten: Es gibt inzwischen auch Stöcke mit Segmenten unterschiedlicher Materialien (z.B. oben Carbon, unten Alu)

Wem es nicht auf das letzte Gramm Gewicht ankommt fährt mit Aluminium-Stöcken am günstigsten. Carbonstöcke sind nicht ganz so robust und den deutlichen Gewichtsunterschied darf man sich einiges kosten lassen.

Gewicht

Wenn ihr häufiger auf meiner Seite unterwegs seid dann wisst ihr schon um die Bedeutung des Gewichtes. Bei Stöcken gilt es das richtige Maß zwischen Gewicht und Stabilität zu finden. Stöcke aus Carbon oder mit Carbonbestanteilen sind meist die leichtesten Modelle, Trekkingstöcke als Alu können bei großen Rohrdurchmesser dafür extrem stabil sein. Sie eignen sich vor allem wenn Du mitsamt Deiner Ausrüstung eine sehr hohe Last auf die Stöcke bringen wirst.

Mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis findest Du heute problemlos Trekkingstöcke mit weniger als 250g pro Stock (500g pro Paar). Carbon-Trekkingstöcke mit fester Höhe (aber faltbar) bekommst Du auch schon mit nur 300-350g pro Paar.

Packmaß

Das Packmaß der Trekkingstöcke ist dann wichtig wenn man die Stöcke nicht nutzt. Am kritischsten sind überstehende Trekkingstöcke vor allem wenn man sie für Kletterpassagen oder seilgesicherte Abschnitte in den Bergen am Rucksack verstaut.

Sind die Stöcke bei der An-und Rückreise im Zug oder beim Aufgeben des Rucksackes mitsamt den Stöcken beim Fliegen länger als der Rucksack werden sie schnell zu einer Gefahr für Mitreisende, in Gepäckfächern sind die Stöcke selbst der Gefahr ausgesetzt beschädigt zu werden.

Das kleinste Packmaß haben faltbare Trekkingstöcke, bei Teleskopstöcken kann man das Packmaß verringern in dem man die einzelnen Segmente von einander trennt und nebeneinander verstaut.

Trekkingstockarten

Grundsätzlich gibt es heute 2 Trekkingstockarten: Teleskopstöcke und faltbare Trekkingstöcke. Wenn Du Dir oben schon über Deine Auswahlkriterien im klaren geworden bist wird Dir hier schnell leicht fallen Dich für die für Dich geeignete Variante zu entscheiden – denn im Ergebnis führen die unterschiedlichen Bauarten vor allem zu Unterschieden im Verstellbereich der Höhe, dem Packmaß und dem Gewicht.

Teleskopstöcke

Teleskopstöcke sind nach dem klassischen feststehendem Wanderstock aus Holz sozusagen die Urväter moderner Trekkingstöcke. Über Jahrzehnte gibt es diese einfache Bauform schon. Dabei stecken während dem Transport alle Stocksegmente ineinander und können stufenlos bis zum Maximalauszug in der Länge eingestellt werden. Das unterste und damit dünnste Segment ist dabei oft die Schwachstelle des Stockes.

  • einfacher Austausch von beschädigten Segmenten
  • günstig
  • sehr großer Höhen-Verstellbereich
  • je nach Längeneinstellung große doppelte Wandung durch die ineinander geführten Rohre (erhöht die Stabilität)
  • großes Packmaß, alternativ sehr viele Segmente (dann höheres Gewicht)
  • nach unten kleiner werdender Rohrdurchmesser
  • schwer

Faltbare Trekkingstöcke

Faltbare Trekkingstöcke kommen seit ca. 10 Jahren immer mehr auf den Markt. Dabei sind alle Segmente über ein Kunststoffummanteltes Kabel miteinander verbunden. Zur Montage steckt man die Segmente einfach zusammen und sichert den Stock mit einem Federstift gegen unbeabsichtigtes lösen.

Sie reduzieren im Vergleich zu Teleskopstöcken das Packmaß und erlauben über die gesamte Länge einen gleichbleibenden und damit auch gleich stabilen Durchmesser der Stocksegmente. Obendrauf sind sie auch noch leichter. Schließlich brauchen sie weniger Verschlusselemente und kein schweres oberes Rohr in das alle anderen Segmente passen. Die Vorteile gehen allerdings zu Lasten des Verstellbereiches in der Höhe und des eigenständigen Austauschens von defekten Segmenten.

  • schnelle Montage
  • kleines Packmaß
  • durchgehend gleicher Rohrduchmesser
  • leichter als Teleskopstöcke
  • oft feste Länge, Längenverstellung teils im obersten Segment mit max. 20cm Verstellbereich
  • kein eigener Austausch von Einzelsegmenten
  • teurer als Teleskopstöcke
  • übliche Stockhalterungen am Rucksack nicht nutzbar (alternativ Transport in Außentaschen)

Zubehör und Ersatzteile

An sich kann man einen Trekkingstock auch ohne Zubehör verwenden. Wenn man die Stöcke aber bei unterschiedlichen Bedingungen einsetzen will oder nach einigen hundert oder tausend Kilometern das ein oder andere Teil verschlissen ist, dann ist es gut wenn es für die Stöcke auch Zubehör gibt.

Trekkingstock Zubehör: Schneeteller, Ersatzspitze, Trekkingtteller, Gummipuffer

Trekkingstock Zubehör: Schneeteller, Ersatzspitze, Trekkingtteller, Gummipuffer

Sinnvolles Zubehör für Trekkingstöcke:

  • Gummipuffer als Spitzenschutz beim Einsatz auf asphaltierten Strecken und beim Transport
  • Schneeteller beim Einsatz im Schnee, z.B. bei Schneeschuhtouren
  • Trekkingteller als „Einsinkschutz“ sollten bei jedem Trekkingstock im Lieferumfang enthalten und leicht austauschbar sein
  • Ersatzspitze – Die Spitzen sind zwar in der Regel sehr robust, dennoch gut wenn man sie bei Bedarf austauschen kann
  • Ersatzsegmente gibt es bei Markenherstellern bis zu 10 Jahre lang und sind bei Teleskopstöcken selbst austauschbar
  • Klemmhülsen für Drehverschlüsse. Sie verschleißen gerne mal, sind aber für die Längeneinstellung zwingend nötig

Zubehör für Fotografen:

  • Trekkingstöcke mit eingebautem Stativgewinde im Griff als Ersatz für ein Einbeinstativ
  • Stativköpfe zur Verwendung mit 3 Trekkingstöcken als Ersatz für ein Dreibeinstativ

Trekkingstock Test und Erfahrungen

In den Jahren habe ich schon einige verschiedene Trekkingstöcke eingesetzt. Wirklich verschlissen habe ich dabei nur ein Paar, aber manchmal hat man ja auch einfach mal Lust etwas Neues zu probieren oder das Ausrüstungsgewicht zu reduzieren.

In diesem Abschnitt berichte ich von meinem eigenen Erfahrungen mit den Stöcken auf Touren über viele Jahre hinweg. Die technischen Ausführungen der Stöcke können sich zu den heute erhältlichen Stöcken verändert haben!

Leki Makalu

Meine ersten Stöcke. Leider ist mir das erste Paar schon nach wenigen Etappen auf meiner Alpenüberquerung zu Fuß von München nach Venedig abhanden gekommen. Wenn man sich erstmal an die Stöcke als steter Begleiter gewöhnt hat merkt man wieder wie viel sie einem am Berg abnehmen. Er hat mich damals aber so sehr überzeugt dass ich mir für die nächsten Hüttentouren das gleiche Modell noch einmal gekauft habe.

Später hatte ich die Stöcke dann im Blockwerk nicht gleich weggepackt und habe das unterste Segment verkantet und letztlich verbogen. Die Tour konnte ich damit zwar noch zu Ende laufen aber dauerhaft musste ein neues Stocksegment her. Die Ersatzteilbeschaffung klappe reibungslos und war damals sogar noch umsonst.

War meine Ausführung noch mit Kunststoffgriff und Drehverschlüssen ausgestattet ist sein Nachfolger mit Klemmverschlüssen und ergonomischem Schaumstoffgriff ausgestattet. Damals wie heute ein solider Allrounder mit großen Packmaß. Ich habe ihn erst nach vielen Jahren ersetzt nachdem 4 von 6 Segmenten so starke Dellen hatten dass sich die Segmente nicht mehr ineinander schieben ließen. Das war aber einfach dem starken Gebrauch zuzuschreiben.

Leki Khumbu AS

Nachdem ich ohnehin neue Trekkingstöcke brauchte wollte ich etwas Neues ausprobieren. Meine ersten Trekkingstöcke mit einer Dämpfung und zumindest oben mit Klemmverschluß (Speed Lock). Auch mit diesen Stöcken war ich sehr lange zufrieden und so waren sie unter anderem auf dem Lechtaler Höhenweg und der Verwallrunde meine Begleiter.

Was mir schnell klar wurde: Die nächsten Stöcke dürfen auf jeden Fall nur noch Klemmverschlüsse haben und ganz auf Drehverschlüsse verzichten. Kein Vergleich zu den langwierigen und störungsanfälligen Drehverschlüssen.

Ich habe aber festgestellt dass ich durch die nicht arretierbare Dämpfung im untersten Stocksegment bergauf viel zu viel Kraft verliere und ich eigentlich auch gerne noch ein wenig Gewicht und Packmaß sparen würde.

Teleskopstock Leki Khumbu AS

Teleskopstock Leki Khumbu AS

  • angenehmer Korkgriff
  • große Kopffläche zum Aufstützen
  • ausreichend robust
  • Ersatzteile erhältlich
  • stabiler Klemmechanismus
  • gepolsterte Schlaufe
  • Einstellbereich 72-145cm
  • Dämpfung nicht arretierbar
  • Gewicht 305g / Stock
  • Packmaß 72cm

Black Diamond Trail

Der Black Diamond Trail ist für mich nach dem relativ schweren Khumbu AS ein guter Kompromiss zwischen Preis-/Leistung und Gewicht. Sie sind meine aktuellen Standard-Trekkingstöcke und haben es damit auf meine Trekking-Packliste geschafft. Mit Ihnen bin ich u.a. Trekkingtouren in Island und Norwegen sowie den GR221 auf Mallorca gegangen. Beim Ultraleicht-Trekking nutze ich den Stock gerne zum Aufbau meines Tarptent Notch. Er dürfte bis heute einer der leichtesten Alu-Teleskopstöcke sein. Alternativ könnt ihr euch auch den Leki Makalu Light ansehen der nur wenig teurer ist.

Teleskopstock Black Diamond Trail

Teleskopstock Black Diamond Trail

  • Gewicht 245g / Stock
  • ausreichend robust
  • Ersatzteile erhältlich
  • stabiler Klemmechanismus
  • verlängerter Griff
  • rutschfeste Griffe
  • gepolsterte Schlaufe
  • Einstellbereich 64-140cm
  • Griff reibt sich bei großer Hitze und viel schwitzen minimal ab
  • spürbares vibrieren auf hartem Untergrund
  • Packmaß 64cm

Rothwild faltbare Wanderstöcke

Die neuesten Stöcke in meiner Sammlung. Nichts besonderes und gerade erst günstig auf dem Kleinanzeigenmarkt bekommen. Mit Ihnen bin ich bis jetzt nur ein paar Wanderungen im Mittelgebirge unterwegs gewesen wobei sie sich für den Preis (Neupreis 49,-€) bisher gut geschlagen haben. Für Touren mit längeren steilen Abstiegen wäre mir persönlich allerdings ihre Maximalhöhe zu gering. Zwischenzeitlich gibt es aber auch ein längeres Modell mit 135cm Maximallänge.

faltbarer Trekkingstock von Rothwild

faltbarer Trekkingstock von Rothwild

  • günstig
  • verlängerter Griff
  • Packmaß 36cm
  • Einstellbereich 105-125cm
  • gepolsterte Schlaufen
  • kleine Maximalhöhe
  • Gewicht mit 275g/Stock für Faltstöcke schwer

Trekkingstöcke vom Discounter und No-Name Stöcke

Alle Jahre wieder gibt es im Frühjahr bei Discountern wie Kaffeeröstern auch Trekkingstöcke im Angebot. Unschlagbar günstig ist die Verlockung groß, aber taugen sie auch? Für den Preis kann man hier oft nicht viel falsch machen. Natürlich sind die Stöcke i.d.R. aus Aluminium und meist gibt es auch nur die im Packmaß etwas längeren Teleskopstöcke und nicht die allerleichtesten Exemplare.

Wer ein wenig auf die verschiedenen Ausstattungsmerkmale von oben achtet kann hier auch günstige Schnäppchen für den gelegentlichen Einsatz finden. Nicht zu letzt können hinter den No-Name Produkten hin und wieder bekannte Markenhersteller stehen die hier spezielle Modelle für den Discount-handel in großen Mengen herstellen.

Man kann bei No-Name Produkten aber auch wirklich schlechte Stöcke bekommen. Als einen Vertreter der eher weniger empfehlenswerten Trekkingstöcke hier der Hiker All Terrain den ich als Zugabe zu meinen (Marken-) Schneeschuhen von einem großen Versandhändler erhalten habe.

Teleskopstock Hiker All-Mountain

Teleskopstock Hiker All-Mountain

  • günstig
  • Einstellbereich 65-135cm
  • Maximalhöhe
  • keine Ersatzteile erhältlich
  • Gewicht 330g/Stock
  • Kunststoffgriff ohne Griffverlängerung
  • keine gepolsterten Schlaufen
  • Packmaß 65cm

Tipps zum Gehen mit Trekkingstöcken

An sich braucht man um den Einsatz von Trekkingstöcken keine all zu große Wissenschaft machen, aber ein paar Tipps aus der eigenen Erfahrung beschleunigen die Lernkurve.

  1. Nutze Deine Trekkingstöcke aktiv mit den Armen, wenn Du sie nur mitschleifst bringen Sie Dir keine Vorteile.
  2. Gehe ebene Strecken ohne Stöcke und trainiere dabei Deine eigene Balance.
  3. Nutze Trekkingstöcke vor allem bei Auf- und Abstieg. Beim Abstieg entlasten sie die Gelenke am meisten, im Aufstieg sparen sie Kräfte.
  4. Am meisten Kraft sparst Du wenn Du beide Stöcke gleichzeitig einsetzt.
  5. Stelle die Stocklänge auf das jeweilige Gelände ein. Im Aufstieg verkürzt Du sie, im Abstieg verlängerst Du sie, am Hang ist der talseitige Stock länger oder Du greifst ihn an einem verlängerten Griff hangseitig tiefer.
  6. Nutze Trekkingteller und reduziere damit die Gefahr des Verklemmens in Spalten oder des Einsinkens in Schnee und Matsch
  7. Auf glatten Steinplatten verzichtest Du auf die Stöcke – hier rutschen die Spitzen gerne weg.
  8. Packe Deine Stöcke bei Kletter,- oder seilgesicherten Passagen weg. Hier brauchst Du Deine Hände und unkontrolliert herumbaumelnde Stöcke sind eine Gefahr für Dich und andere Wanderer. Am besten hat Dein Trekkingrucksack eine Stockhalterung.
  9. Beim Transport, in Verkehrsmitteln, beim Einkaufen oder an sonstigen öffentlichen Orten packst Du sie so klein wie möglich weg und schützt Deine Mitmenschen und Deine Stöcke mit einem Gummipuffer.
  10. Nehme Deine Stöcke nach Deiner Tour auseinander, reinige sie mit klarem Wasser und lasse sie gut trocknen. Ansonsten fangen die Stöcke schnell an im Inneren zu korrodieren.
  11. Vor Deiner Tour solltest Du immer den Klemmmechanismus prüfen und bei Bedarf die Spannkräfte nachstellen.

Mehr zur richtigen Gehtechnik mit Trekkingstöcken findet ihr beim DAV (Der richtige Stockeinsatz) und den Bergnews (Geh-Technik).

Fazit

Trekkingstöcke gehören für mich zur absoluten Standardsausrüstung beim Trekking und Hüttentrekking sobald das Tourprofil bergig wird. Mit der richtigen Stocktechnik kann man die Vorteile voll ausnutzen.

Bei der Auswahl der Stöcke gibt es inzwischen viele Optionen aber um es ganz kurz zusammenzufassen:

  • günstige Modelle sind Teleskopstöcke aus Alu mit Drehverschluss
  • leichte Modelle sind faltbare Stöcke aus Carbon mit Klemmverschluss, sie haben auch das kleinste Packmaß
  • Griffe sind am besten aus Kork oder Schaummischungen, sind nach unten verlängert und haben eine gepolsterte Handschlaufe

Daneben sind Trekkingstöcke wahre Multitalente. Neben dem Wandern helfen Sie uns auch als Ersatz für Zeltstangen, Stative oder Schienen in der Ersten Hilfe.

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