Trekkingnahrung: Trekking-Verpflegung leicht und günstig

Trekkingnahrung: Verpflegung auf einer Trekkingtour

Auf Tour steigt der Kalorienbedarf schnell auf mehrere tausend Kilokalorien am Tag an. Während uns die Werbewelt möglichst kalorienarme Gerichte verkaufen will geht es für uns also darum mit möglichst wenig Gewicht möglichst viel langanhaltende Energie mit unserer Ernährung aufzunehmen. Hochkalorische, nährstoffreiche Trekkingnahrung darf es also sein. Und das ist nicht zwangsweise teuer.

Frühstück

Ohne eine gute Grundlage wirst Du schnell an die Grenzen Deiner Kraftreserven stoßen. Ich esse morgens entweder Müsli, als Milchersatz mit Milchpulver angerührt, oder Porridge. Gerade wenn es kalt ist bevorzuge ich Porridge. Einfach 100ml Wasser warm gemacht, Porridge rein und nach ein paar Minuten quellen hast Du eine leckere Mahlzeit für den Start in den Tag. Das alles bekommst Du recht günstig im Supermarkt.

Zur Abwechslung nehme ich noch Fertiggerichte oder Eipulver mit. Auch wieder einfach Wasser warm gemacht, Tüte auf, Wasser rein, warten und genießen. Nicht mehr ganz so günstig, aber ein wahrer Genuss auf Tour.

Mittagessen

Gleich vorweg – ich verzichte auf einer Trekkingtour auf ein klassisches Mittagessen. Stattdessen mache ich mehrere kleine Pausen mit Zwischenmahlzeiten und nehme so kontinuierlich die notwendigen Kalorien auf. Alle 2-3h führe ich so Energie nach. Dazu eignen sich vor allem Müsliriegel und Nüsse.

Aber Vorsicht bei Müsliriegeln! Hier ist nicht Riegel gleich Riegel. Viele Müsliriegel bestehen mehr aus Zucker und Luft als aus langanhaltenden Energiereserven. Am Besten ist es wahrscheinlich wenn man sich seine Riegel selbst macht. Eine Anleitung dazu findest Du z.B bei den Waldhelden. Aber schon beim bewussten Einkauf mit Blick auf die Inhaltsstoffe und die Energiedichte kommt man schon recht weit.

Mein persönliches Highlight: Nuss-Mix Bio – Riegel und die Bio – Krokant Riegel. Unvergessen der Krokant Mandel-Riegel bei meiner Tour rund um den Hardangerjokulen als ich einen Tag knapp über dem Gefrierpunkt bei Dauerregen abwettern musste. Weihnachtsstimmung pur bei Sturm ums Zelt.

Ansonsten eignen sich noch Nüsse und Trockenfrüchte super als Zwischenmahlzeit. Wiegen wenig, haben aber unheimlich viel Energie in sich. Ich warne aber vor plötzlichen Fressattacken wenn man erst mal mit dem Süßkram anfängt…

Abendessen

Am Abend wird geschlemmt. Die günstige Variante sind Fertiggerichte vom Discounter, die kulinarische selbst gekochte Gerichte, die praktische getrocknete Trekkingnahrung.

  • Fertiggerichte vom Discounter sind günstig, haben aber oft wenig Kalorien und Nährstoffe im Verhältnis zum Gewicht. Über den Geschmack lässt sich natürlich streiten, aber bei dem Energiebedarf den wir haben schmeckt eigentlich fasst alles. Nachteil: Wir müssen die Gerichte mehrere Minuten im Topf kochen. Das bedeutet zum Einen einen entsprechenden Brennstoffverbrauch und zum anderen dass wir den Topf danach natürlich auch abspülen müssen.
  • selbst gekochte Gerichte schmecken natürlich am Besten. Im Gegenzug heißt es natürlich mit den wenigen Kochutensilien und der längeren Kochzeit inkl. erhöhtem Brennstoffverbrauch auszukommen. Auch hier heißt es nach dem Genuss dann natürlich noch Abspülen.
  • Trekkingnahrung ist teurer aber einfach praktisch, im Verhältnis lecker und Nährstoffreich und im Abwasch dankbar. Hier gilt: Wasser kochen, Wasser in die Tüte, warten, genießen. Nichts zu spülen, hohe Energiedichte, mehr Nährstoffe als in den Gerichten vom Discounter und gar nicht mal so schlecht im Geschmack. Mittlerweile mein absoluter Favorit auf Tour. Im Großpack gekauft sind die Tütengerichte auch erschwinglich solange man nicht zu den teuersten Gerichten greift.

Nachtisch und Naschen

Wie schon bei der Zwischenmahlzeit bieten sich hier Nüsse und Trockenfrüchte an. Zusätzlich schwören viele auf Schokolade (aber Achtung in warmen Zielgebieten, sonst hat euer ganzer Rucksack was von der Leckerei) oder zum Anfang der Tour auch einfach ein Stück Salami.

Auf längeren Touren bei Kälte mache ich mir gerne noch einen Grießbrei oder Pudding als Nachtisch. Beides gibt es von verschiedenen Anbietern auch einfach mit Wasser zum Aufgießen.

Wenn es mal nichts Süßes sein soll schwöre ich auf Beef Jerky. Alles andere als günstig und mit Suchtgefahr behaftet führst Du Dir mit dem leichten Trockenfleisch auch gleich noch Eiweiß zu dass in vielen Fertiggerichten eher Mangelware ist.

Bei den Kosten kann selbst herstellen für Abhilfe sorgen. Immer wieder liest man von selbst gedörrtem Essen für Trekkingtouren. Ich habe das noch nicht probiert, aber so manch Erfahrungsbericht liest sich vielversprechend.

Essensplan für einen Trekking-Tag

Es gibt nichts schlimmeres als während einer Tour zu wenig zu Essen. Unweigerlich kommt dann mit der Anstrengung Hunger auf. Trotzdem neige ich die ersten Tage dazu eher zu wenig zu Essen. Hier ein Beispiel-Essensplan den ich so z.B. beim Trekking in Island verwendet habe. Er liegt an der für mich absoluten Minimumgrenze an Nährstoffen für einen Trekkingtag. Nach ein paar Tagen, wenn der Energieumsatz des Körpers unweigerlich steigt, plane und esse ich dann auch mal am Abend eine Doppelportion Trekkingnahrung und erhöhe damit die Tagesmenge der Verpflegung.

WasGesamtgewichtNährwertKosten
Summe470g2.306 kcal12,76 €
Porridge100g359 kcal1,05 €
Müsliriegel5x25g5x137 kcal2,82 €
Nüsse50g287 kcal0,62 €
Trekkingmahlzeit120g603 kcal5,90 €
Beef Jerky25g102 kcal1,97 €
Schokolade50g270 kcal0,40 €

Sicher kann man mit selbst gemachten Müsliriegeln und frisch gekochtem Abendessen noch günstiger unterwegs sein. Im Gegenzug müsstest Du aber auch frische Lebensmittel und mehr bzw. größere Töpfe und vor allem mehr Brennstoff, also insgesamt mehr Gewicht und höhere Brennstoffkosten, einplanen. Es gibt Urlaube, da gibt man sicher mehr für Essen aus – da gönne ich mir auf Tour gerne gute und leichte Trekkingnahrung.

Fazit

Trekkingnahrung muss weder teuer noch schwer sein. Letztlich geht es darum dehydrierte Lebensmittel gut und günstig zu bekommen. Denn das Schwere an der Verpflegung ist das Wasser – aber das kannst Du Dir ja oft vor Ort frisch holen.

Mit Müsli und Porridge aus dem Supermarkt ist man schon mit dem Frühstück gut und günstig für den Tag gestärkt. Unterwegs wird mit Müsliriegeln, Nüssen und Trockenfrüchten für ausreichend Energie gesorgt.

Am Abend wird dann geschlemmt. Ich gönne mir dazu seit einiger Zeit fertige Trekkingnahrung. Wenn Du Dir die Packungen im Großpack kaufst ist das dann auch nicht zu teuer und einfach mit heißem Wasser aufgegossen sparst Du Dir sogar noch das Spülen und kommst mit einem leichten Trekking-Kochset aus.

Mit der richtigen Mischung der Ernährung reichen mir inzwischen nur noch 400-500g hochkalorische und nährstoffhaltige Lebensmitteln am Tag auf meiner Trekking Packliste. – Und trotzdem ist das Ganze auch noch lecker.

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