Hilleberg Unna im Praxistest

Hilleberg Unna

Ein Plädoyer für ein oft verkanntes Zelt. Das Hilleberg Unna ist eines der besten Solo-Zelte auf dem Markt. Für mich ist es das optimale Zelt bei rauhen Wetterbedingungen. Ein 4-Jahreszeiten-Zelt das bei absolutem Wetterschutz auch noch Komfort ohne Ende bietet.

Fakts

Mit 2200g ist das Hilleberg Unna kein absolutes Leichtgewicht. Es ist aber auf der anderen Seite auch deutlich stabiler als viele leichtere Zelte. Das Kerlon 1200 Gewebe ist ein sehr vertrauenserweckendes Material und macht auch nach vielen Einsätzen und teils sehr stürmischen Bedingungen keinen Anschein von Materialermüdung.

Die Grundfläche von 230 x 110 cm ist ein Traum an Raum. Auch beim Abwettern fühlt man sich nicht zu sehr eingeengt. Das Gepäck kann bei allen Witterungsbedingungen mit ins Zelt genommen werden und dabei passen auch Schuhe und Stöcke passen gut zwischen Innen- und Außenzelt.

Als 4-Jahreszeiten Zelt geht das Außenzelt bis zum Boden. Auch im Sommer ist das in sandigen Gegenden sehr praktisch. In Island ist das zum Beispiel sehr praktisch wenn mal wieder Vulkanasche vom Wind durch die kleinsten Ritzen geblasen wird.

Hilleberg Unna nur an den Seiten abgespannt

Hilleberg Unna nur an den Seiten abgespannt

Zur Belüftung hat man die Möglichkeit am Eingang eine Lüftung sehr weit oben unter dem Dach zu öffnen und das Außenzelt an den Längsseiten nach oben zu raffen. Zusätzlich kann man das Dach nach Belieben straffen oder auch ganz nach hinten zurückschlagen um für maximale Belüftung zu sorgen.

Dachlüfter

Dachlüfter

Durchzug – Eingang offen

Eine Apside kann man sich übrigens selbst bauen in dem man eine Ecke des Innenzeltes aushängt. Dafür hängt ihr einfach die untersten zwei bis drei Klöppel des Innenzeltes an einer Ecke aus und schlagt das Innenzelt ein wenig zurück.

Innenzelt aushängen und schon hat man eine Apsis

Innenzelt aushängen und schon hat man eine Apsis

 

Kochen in der nicht vorhandenen Apsis

Kochen in der nicht vorhandenen Apsis

Pros

  • Sturmstabil
  • sehr schnell aufgebaut (Außenzelt und Innenzelt zusammen)
  • Raumwunder
  • Selbststehend auf kleinstem Raum
  • Belüftungsmöglichkeiten
  • Panoramablick (großer Seiteneingang)
  • gute Verarbeitung

Cons

  • Wiedereinhängen des Innenzeltes etwas fummelig am untersten Punkt
  • wenig Spannung ohne Abspannleinen an den Längsseiten
  • bei Regen Gefahr Wasser bei offenen Eingang ins IZ zu bekommen, Abhilfe: IZ an einer Ecke aushängen.
  • Eingangs-RV klemmt manchmal ins Gewebe, das macht das Material aber locker mit
  • 2.200g sind kein Leichtgewicht für ein Solozelt

Alternativen

  • Hilleberg Niak – Im Endeffekt ein Unna für drei Jahreszeiten mit Apside bei nur 1,6kg. Dünneres Material
  • Hilleberg Akto / Enan – Die Einmann-Tunnel. Leichter, aber im Platzangebot nicht vergleichbar. Nicht Freistehend.
  • Big Sky Chinook – Freistehend, konfigurierbar. Dünneres Material; Leider schwierig zu bekommen und sehr schwere Kontaktaufnahme.

Fazit

Das Unna ist mein Standardzelt geworden und hat es auf meine Trekking-Packliste geschafft. Die fehlende Apside ist kein wirkliches Problem. Die Kuppelkonstruktion hält auch starkem Wind sicher stand und die Belüftung ist für mich ausreichend. Schwierig ist das Wiedereinhägen des Innenzeltes wenn man sich für das Kochen eine Apside durch Aushängen des Innenzeltes geschaffen hat. Hier werde ich mir noch eine Schnurzuglösung überlegen.

Was sind Deiner Erfahrungen mit dem Unna?

 

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