Wanderung in der Asbyrgi Schlucht

Asbyrgi Schlucht

Die Asbyrgi Schlucht ist vor einigen Jahrtausenden durch enorme Abflüsse von Schmelzwasser entstanden. Heute bietet sie uns ein schönes Ziel zum Wandern. Wer sich ein wenig mit der Entstehungsgeschichte der Schlucht beschäftigt kann sich gut vorstellen wie es hier einst ausgesehen hat und welch Naturgewalt hier geherrscht habe muß.

Über die Asbyrgi Schlucht

Die Schlucht im Jökulsárgljúfur-Nationalpark ist durch die Jökulsá entstanden. Heute fließt sie weiter östlich. Der Dittifoss und der Hafragilfoss dürften die bekanntesten Wasserfälle am Lauf der Jökulsá sein. Wenn man aber die auch heute absolut beeindruckenden Wasserfälle der Jökulsá mit den Dimensionen der Asbyrgi-Schlucht vergleicht erscheint einem alles Gesehene im Verhältnis als klein.

Den Hintergrund zur Entstehung der Asbyrgi-Schlucht liefert uns Wikipedia:

Nach geologischen Forschungen haben drei besonders starke Gletscherläufe der Schlucht ihre ungewöhnliche Form verliehen. Dies ereignete sich nach Ausbrüchen der Vulkane Kverkfjöll oder Bárðarbunga, die zum Vatnajökull gehören. Der erste Ausbruch fand vor 4000, der zweite vor 3000 und der dritte vor 2500 Jahren statt, wobei der letzte ein Höchstmaß von 200.000 m³/s erreichte (dies entspricht der vierfachen Stärke des Gletscherlaufs der Skeiðará von 1996).

Erstmal beeindruckende Zahlen. Stellt euch einfach bei den folgenden Bildern das Ganze auch mit Wasser vor. Ihr werdet sehen welch Wassermassen hier geflossen sein müssen…

Der Sage nach aber liegt der Ursprung der Schlucht in einem Hufabdruck des achtbeinigen (!) Pferdes Sleipnir. – Dem Pferd, mit dem Odin einst durch die Lüfte geritten ist.

GPS-Track und Karte

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Asbyrgi-Schlucht: 66.013632, -16.502066

Eine detaillierte Wanderkarte von dem Gebiet findet ihr übrigens auf den Seiten von vatnajokulsthjodgardur.is.

Wegbeschreibung

Startpunkt der Wanderung ist gleichzeitig auch mein letzter Übernachtungspunkt. Der Campingplatz Asbyrgi-Camping liegt direkt am Eingang der Schlucht. Von hier geht es auf auf dem Wanderweg A2 auf die Anhöhe Eyjan (die Insel) hinauf von wo Du einen schönen Blick auf die Schlucht hast und die Hufeisenform erkennen kannst.

Ausgangspunkt Asbyrgi-Camping

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Campingplatz Asbyrgi-Camping

Asbyrgi Schlucht von oben

Die Asbyrgi Schlucht von oben – hier war also damals alles voll mit fließendem Wasser

Vom Aussichtspunkt aus geht es aber erstmal wieder zurück zum Ausgangspunkt. Es gibt keinen direkt Abstieg in die Schlucht, aber der Aufstieg lohnt sich wirklich allein für den Blick auf das Hufeisen. Und sooo anstrengend ist die Tour nun auch wieder nicht.

Wenn wir wieder zurück am Campingplatz sind folgen wir parallel zur Straße 861 dem Wanderweg A4 nach Süden in Richtung Asbyrgi Schlucht. Untypisch für Island laufen wir dabei durch ein Waldgebiet bis wir das Ende der Schlucht erreichen. Am Fuß des Hufeisens schließt ein See mit vielen Enten die Schlucht ab. Beim Blick nach oben stelle ich mir vor wie hier Jahrtausende vor uns über diese Kante Unmengen an Schmelzwasser herunterbrachen. Erst einen Tag vorher war ich am Dettifoss und war von den Wassermassen beeindruckt. Das hier muss um einiges größer gewesen sein…

Der See am Ende der Asbyrgi Schlucht

Der See am Ende der Asbyrgi Schlucht – Die Abbruchkante dürfte ein gigantischer Wasserfall gewesen sein

Asbyrgi Hufeisen

Beim Blick zurück sieht man die Erhebung inmitten des Hufeisens auf dem wir zum Start der Tour noch standen.

Der Rückweg folgt dann einem Wanderweg parallel zum Hinweg zurück zum Campingplatz.

Fazit

Die Wanderung ist absolut leicht zu gehen und hat keine weiteren Schwierigkeiten. Für mich lebt sie vor allem von der eigenen Vorstellungskraft. Wie es hier in der Entstehungszeit ausgesehen haben mag ist einfach überwältigend. Aber keine Sorge, auch ohne Vorstellungskraft lohnt es sich hier zu wanden ;-).

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