Hellismannaleið

Hellismannaleid

Der Hellismannaleið, der Weg der Höhlen-Leute, ist im Verhältnis wenig begangen. Mir sind hier täglich maximal 2 weitere Trekker bei der Durchquerung endlos langer und schöner Aschewüsten begegnet. Die Tour lebt von den verschiedenen Formen von Aschewüsten, Lavafeldern und am Ende dem Folgen der Ytri-Ranga.

Tourbeschreibung

GPS-Track des Hellismannaleið

Karte und GPS-Track Hellismannaleid (Kartendaten © 2018 Google)

Karte und GPS-Track Hellismannaleid (Kartendaten © 2018 Google)

Etappen

Die Tagesetappen sind deutlich länger als die des Laugavegur:

  • Landmannalaugar – Landmannahellir 17km
  • Landmannahellir – Afangagil 22,5km
  • Afangagil – Rjupnavellir 19km
  • Rjupnavellir – Leirubakki 25km

Tourbericht und Erfahrungen

Landmannalaugar – Landmannahellir

Ich starte in Landmannalaugar und gehe ein Stück zurück am Lavafeld entlang den Weg vom Vortag Richtung Westen zurück. Nach dem Lavafeld biege ich nach Norden ab wo die sumpfigen Wiesen in voller Blüte stehen. Nachdem die Wiesen gequert sind geht es zunächst steil hoch und dann lange in der Höhe gleichbleibend nach Nordwesten weiter.

bei Landmannalaugar

bei Landmannalaugar

Die Straße nach Landmannalaugar wird gequert und schon bald hat man immer einen der Seen im Blick. Auch die Hekla ist ab sofort täglicher Begleiter- Letztlich geht der Hellismannaleið einmal in großem Bogen um die Hekla herum.

Landmannahellir – Afangagil

Die zweite Tagesetappe führt dann endgültig durch lange Aschwüsten. Der Zeltplatz in Afangagil ist eine willkommene Abwechslung nach all dem Trubel in Landmannalaugar. Ein einziges Zelt wird diesen Abend aufgeschlagen, die Familie ist sehr gastfreundlich, die Platz und die Sanitäranlagen sehr gut gepflegt.

Furten auf dem Hellismannaleid

Furten auf dem Hellismannaleid

Aschewüste auf dem Hellismannaleid

Aschewüste auf dem Hellismannaleid

Afangagil – Rjupnavellir

Die letzte überall beschriebene Etappe geht dann noch einmal durch mehrere Aschewüsten und Lavafelder. Mal mit weißer, schwarzer oder roter Lava. Am Ytri-Ranga geht es lange direkt am Ufer vorbei. Highlight am Fluß ist der 100m breite Wasserfall.

Wasserfall an der Ytri-Ranga

Wasserfall an der Ytri-Ranga

„Lowlight“ ist der Campingplatz in Rjupnavellir. An sich wollte ich hier übernachten. Für Trekker mit eigenem Zelt gibt es hier als Sanitäranlagen gerade mal ein Dixi-Klo – immerhin mit fließend kaltem Wasser über dem Mini-Waschbecken. Auch wenn der Platz direkt an der Ytri-Ranga schön gelegen ist gehe ich also direkt weiter auf die nächste Etappe und suche mir hier einen Biwakplatz.

Rjupnavellir – Leirubakki

Diese Etappe ist kaum beschrieben. In keinem meiner Reiseführer fand ich etwas über diese Variante. Man kann die Tour verlängern indem man von Rjupnavellir einen Bogen über das östliche Lavafeld Merkurhraun an der Þjórsá, inklusive Þjórsáfoss (siehe Titelbild), vorbei geht. Der Weg ist allerdings teilweise stark überwuchert so dass man schon Querfeldeingehen mögen sollte bevor man dann einem Flurweg dem Fluß entlang folgt. Zu guter Letzt geht es dann noch einmal quer über das Lavafeld bevor man kurz vor dem Hekla-Zentrum in Leirubakki auf die Straße 26 trifft. Diese Etappe ist wohl nicht ohne Grund in den Reiseführern nicht beschrieben, erspart einem aber den Aufenthalt in Rjupnavellir.

Fazit

Wer nach dem Trubel auf dem Laugavegur noch ein paar Tage Island in Ruhe genießen will ist auf dem Hellismannaleið genau richtig. Die Strecken sind lange und so ist auch für körperliche Anstrengung gesorgt. Die Verlängerung würde ich ehrlicherweise wohl kein zweites Mal gehen. Insgesamt habe ich den Hellismannaleið sehr genossen.