Hellismannaleið

Der Hellismannaleið, der Weg der Höhlen-Leute, ist im Verhältnis wenig begangen. Mir sind hier täglich maximal 2 weitere Trekker bei der Durchquerung endlos langer und schöner Aschewüsten begegnet. Die Tour lebt von den verschiedenen Formen von Aschewüsten, Lavafeldern und am Ende dem Folgen der Ytri-Ranga.

Tourbeschreibung

Ich starte in Landmannalaugar und gehe ein Stück zurück am Lavafeld entlang den Weg vom Vortag Richtung Westen. Nach dem Lavafeld biege ich nach Norden ab wo die sumpfigen Wiesen in voller Blüte stehen. Nachdem die Wiesen gequert sind geht es zunächst steil hoch und dann lange in der Höhe gleichbleibend nach Nordwesten weiter.

Die Straße nach Landmannalaugar wird gequert und schon bald hat man immer einen der Seen im Blick. Auch die Hekla ist ab sofort täglicher Begleiter- Letztlich geht der Hellismannaleið einmal in großem Bogen um die Hekla herum.

Die zweite Tagesetappe führt dann endgültig durch lange Aschwüsten. Der Zeltplatz in Afangagil ist eine willkommene Abwechslung nach all dem Trubel in Landmannalaugar. Ein einziges Zelt wird diesen Abend aufgeschlagen, die Familie ist sehr gastfreundlich, die Platz und die Sanitäranlagen sehr gut gepflegt.

Die letzte überall beschriebene Etappe geht dann noch einmal durch mehrere Aschewüsten und Lavafelder. Mal mit weißer, schwarzer oder roter Lava. Am Ytri-Ranga geht es lange direkt am Ufer vorbei. Highlight am Fluß ist der 100m breite Wasserfall.

Die Tagesetappen sind deutlich länger als die des Laugavegur:

  • Landmannalaugar – Landmannahellir 17km
  • Landmannahellir – Afangagil 22,5km
  • Afangagil – Rjupnavellir 19km
  • Rjupnavellir – Leirubakki 25km

GPS-Track des Hellismannaleið

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Landmannalaugar: 63.990511, -19.060491
Landmannahellir: 64.055450, -19.267100
Afangagil: 64.101099, -19.575269
Rjupnavellir: 64.036149, -19.827576
Leirubakki: 63.994031, -20.001984

Verlängerung

Man kann die Tour noch ein Stück verlängern indem man von Rjupnavellir einen Bogen über das östliche Lavafeld Merkurhraun an der Þjórsá, inklusive Þjórsáfoss, vorbei geht. Der Weg ist allerdings stark überwuchert so dass man schon Querfeldeingehen mögen sollte bevor man dann einem Flurweg dem Fluß entlang folgt. Zu guter Letzt geht es dann noch einmal quer über das Lavafeld bevor man kurz vor dem Hekla-Zentrum in Leirubakki auf die Straße 26 trifft. Diese Etappe ist wohl nicht ohne Grund in den Reiseführern nicht beschrieben, erspart einem aber den Aufenthalt in Rjupnavellir.

Fotos

Fazit

Wer nach dem Trubel auf dem Laugavegur noch ein paar Tage Island in Ruhe genießen will ist hier genau richtig. Die Strecken sind lange und so ist auch für körperliche Anstrengung gesorgt. Die Verlängerung würde ich ehrlicherweise wohl kein zweites Mal gehen. Insgesamt habe ich den Hellismannaleið sehr genossen.

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