Fimmvörðuháls – Trekking am Eyjafjallajökull

Fimmvoerduhals

Die Tour über den Fimmvörðuháls ist eine schöne Verlängerung des Laugavegur. Sie führt von Skogar mit dem eindrucksvollen Skogafoss als Startpunkt am Eyjafjallajökull vorbei bis nach Husadalur in Þórsmörk.

GPS-Track über den Fimmvörðuháls

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Skógafoss: 63.532098, -19.511219
Fimmvörðuháls: 63.621711, -19.450264
Baldvinsskali: 63.610969, -19.440820
Móði - Vulkanausbruch 2011: 63.637654, -19.444563
Þórsmörk: 63.686676, -19.520996

Markierung und Wegbeschaffenheit

Der Weg ist durchgehend mit Pflöcken markiert. Der schmale Pfad führt in tieferen Lagen über grasbewachsende Hänge, in mittlerer Höhe über Geröll und im oberen Bereich durch viele Schnee- und Lavafelder. Flüsse müssen in der Regel nicht gefurtet werden. Hier sollte man sich aber vor der Tour informieren ob alle Brücken stehen.

Karten

Ausgangspunkt

Skogar ist ein kleiner Ort. Laut Wikipedia leben hier gerade mal 25 Einwohner. Bekannt ist der Ort vor allem wegen dem hier vom Hochland kommenden Fluss Skogar der hier über den 60m hohen Skogarfoss seinen Weg zum Meer nimmt. Der Ort liegt direkt an der Ringstraße und ist daher von allen Richtungen gut mit dem Auto oder auch öffentlichen Bussen zu erreichen.

Endpunkt

Husadalur in Þórsmörk liegt da schon abgeschiedener. Hier stehen nur ein paar Hütten und im Wesentlichen gibt es hier einen Zeltplatz für die vielen Wanderer. Das Gebiet rund um Þórsmörk ist für isländische Verhältnisse eine wahre grüne Oase und so gibt es hier zahlreiche markierte Wanderwege. Erreichen kann man Husadalur nur mit einem geländegängigen Fahrzeug oder einem Hochlandbus.

Tourbeschreibung

Ich gehe den Fimmvörðuháls zu Beginn meiner 10tägigen Trekkingtour von Skogar über Þórsmörk nach Landmannalaugar und  Leirubakki. Ich verbinde dabei die 3 Trekkingtouren Fimmvörðuháls, Laugavegur und Hellismannaleið miteinander.

Am Anreisetag fliege ich von München nach Keflavik wo ich dann den Flybus nach Reykjavík nehme. Hier habe ich dann noch ausreichend Zeit an der Tankstelle gleich neben dem Busbahnhof eine Gaskartusche zu besorgen. Leider gibt es hier nur 450g Kartuschen – viel zu groß für meinen Bedarf, aber es hilft ja nichts.

Mit dem letzten Bus des Tages fahre ich dann nach Skogar, dem Startpunkt meiner Tour. Direkt am Skogafoss liegt ein Zeltplatz der, direkt an der Ringstraße gelegen, sehr gut besucht ist. Gerade noch rechtzeitig bevor der angekündigte Regen einsetzt baue ich mein Zelt auf und sortiere nochmal meinen Rucksack. (Keine 24h unterwegs und schon Chaos im Rucksack…)

Den Fimmvörðuháls kann man gut trainiert und bei gutem Wetter auch an einem Tag gehen, aber mit noch vollem Gepäck für zwei Wochen Trekkingtour entscheide ich mich dafür die Tour in zwei Etappen anzugehen.

Zeltplatz am 60m hohen Skogafoss

Zeltplatz am 60m hohen Skogafoss

Etappe 1: Skogar – Fimmvörðuháls

Es regnet immernoch. Das fängt ja mal gut an. Macht aber nichts. Ich ziehe die Regensachen an und steige noch vor dem großen Andrang die Stufen am Skogarfoss hinauf. Heute geht es direkt vom Start auf Meereshöhe bis auf knapp 1.000m den Pass hinauf. Schon jetzt macht sich das Rucksackgewicht bemerkbar.

Anfangs ist der Weg noch gut ausgebaut da hier auch noch viele Tageswanderer von der Ringstraße ein Stück die Skogar hinauf wandern und die vielen Wasserfälle bestaunen. Aber bald schon finden wir uns auf einem schmalen Pfad wieder. Wir folgen noch lange Zeit dem Lauf der Skoga. Nach ca. 6km führt der Pfad direkt am Wasser vorbei. Ein guter Platz ein letztes Mal für die nächsten eineinhalb Tage Wasser aufzufüllen. Es gibt weder auf den Hütten noch im Abstieg am nächsten Tag Wasser. Mit etwas Glück liegt zwar oben noch genug Schnee zum Schmelzen, verlassen will ich mich aber darauf nicht. So lade ich mir also insgesamt 4l Wasser in der Rucksack.

Kurz darauf überqueren wir die Skogar über eine schmale Brücke. Von hier kann man über entweder einem Jeep-Track folgen (blau) oder den schwierigeren Wanderweg (rot) östlich bis zur Baldvinskali weitergehen. Da es immernoch strömend regnet entscheide ich mich für den Feldweg. Von der Baldvinskali geht es dann über mehrere Schneefelder hoch zur Hütte am Fimmvörðuháls. Die Hütte ist nicht bewirtet, wird aber von wechselnden ehrenamtlichen Hüttenwarten betreut. Es gibt nur wenige Schlafplätze weshalb sich für eine Übernachtung auf der Hütte des Utivist auf jeden Fall eine Reservierung empfiehlt. Zelten ist hier aus Naturschutzgründen nicht erlaubt.

Blick von der Hütte nach Süden ins Landnordurstungur

Blick von der Hütte nach Süden ins Landnordurstungur

Hütte am Fimmvörðuháls

Die Hütte am Fimmvörðuháls

Etappe 2: Fimmvörðuháls – Þórsmörk

Am zweiten Tag dann das Kontrastprogramm im Bezug auf das Wetter. Schon morgens reißt die Wolkendecke auf, die Sonne sucht sich ihren Weg. Ich stehe früh auf und genieße es den Weg und die Morgenstimmung hier oben für mich alleine zu haben.

Schon bald durchquere ich dann die Lavafelder des Ausbruchs des Eyjafjallajökull von 2010 mit den Kratern Magni und Modri. Beide sind vor dem Hauptausbruch entstanden und liegen direkt am Weg. Ich kann es natürlich nicht lassen und steige hier auch noch auf den Krater Modri hoch bevor ich Richtung Þórsmörk absteige.

Krater Modri, entstanden beim Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010

Krater Modri, entstanden beim Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010

Im Abstieg wechselt die Szenerie von vulkanischen Lavafeldern und alpinem Gelände (der Abstieg ist teilweise mit Ketten gesichert) hin zu einer grünen Oase entlang der Krossa. Ungewöhnlich für Island trifft man hier sogar Wälder (Birken) an. Nach einer Querung der Krossa mit Hilfe zweier mobilen Brücken erreicht man Husadalur in Þórsmörk.

Das grüne Þórsmörk

Das grüne Þórsmörk

Mobile Brücke über die Krossa

Mobile Brücke über die Krossa

Wegweiser an der Krossa in Þórsmörk

Wegweiser an der Krossa in Þórsmörk

Von hier starte ich dann tags darauf die Tour auf dem Laugavegur. Ich fühle mich gut, der Rucksack ist schon etwas leichter und vor allem wird der Rucksack auf der ganzen Tour ab jetzt jeden Tag weniger wiegen. Die Wasserversorgung wird auf den kommenden Etappen kein Problem mehr sein. Ich unterhalte mich noch ein wenig mit anderen Wanderern die gerade vom Laugavegur kommen und lege mich früh schlafen. Ich will den Massen an Wanderern auf dem Laugavegur zuvorkommen und ein wenig Abstand zu den üblicherweise spät startenden geführten Großgruppen haben.

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