Nortik Fold 4.2 im Praxistest

Nortik Fold 4.2

Ein Faltboot mit kurzer Aufbauzeit sollte es sein. Stabil auf dem Wasser, für Tagestouren und mehrtägige Touren geeignet und trotzdem schnell auf- und abzubauen? Es ist das Nortik Fold 4.2 geworden. Ein Praxistest mit den ersten Erfahrungen von Aufbau, Paddeln, Transport und Abbau.

Auf- und Abbau

Zugegeben, beim ersten Mal war es gar nicht so einfach. Die Kederschienen sind etwas schwergängig gewesen die Sortierung der Spanten war nicht selbsterklärend und jeder Blick in die Anleitung verlängerte die Aufbauzeit. Inzwischen geht der Aufbau in 5 min, auch dank der selbst angebrachten Farbmarkierungen um die Spanten auf den ersten Blick richtig zuzuordnen. Beim Abbau ist vor allem das Ineinanderfalten von Bug- und Heck kritisch. Hier muss man darauf achten die beiden Teile nicht aufeinander sondern nebeneinander einzufalten.

Nortik Fold im Packsack

Nortik Fold im Packsack

Einzelteile des Nortik Fold 4.2

Einzelteile des Nortik Fold 4.2

Grundplatte des Nortik Fold

Die Grundplatte des Nortik Fold – Origami lässt grüßen

Fussstuetze des Fold

Die Fußstützen des Fold können über Rasten eingestellt werden

Spanten mit Farbpunkten

Die Spanten des Fold – zur schnelleren Montage habe ich sie mit Farbpunkten markiert

Heck des Fold 4.2

Das fertige Nortik Fold 4.2

Paddeln

Für mich als Anfänger ideal. Das Faltboot liegt gut im Wasser und behält erstaunlich gut die Spur. Im ersten Einsatz auf einem See über 2km erreichte ich ohne große Anstrengung eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4,5 km/h, mit etwas mehr Zug waren auch 5,5 km/h kein Problem. Was soll ich sagen – Es macht einfach Spaß es zu paddeln.

Fold im Wasser

Nortik Fold im Wasser

Gepäck

Das Nortik Fold 4.2 wird nicht als Tourenboot beworben hat aber zumindest eine Decksbeleinung für leichtes Tagesgepäck. In Bug- und Heck ist meines Erachtens ausreichend Platz für Gepäck so dass ich es auch für mehrtägige Touren einsetzen werde. Nur bei längeren Umtragestellen ist es vielleicht etwas umständlich erst den Sitz ausbauen zu müssen wenn man das Gepäck aus dem Heck separat umtragen will. Die Tragetasche selbst nimmt allerdings auch schon einiges an Raum ein.

Zubehör

Ich habe zum Nortik Fold 4.2 zuerst noch ein 220m Paddel von meinem Packraft verwendet. Inzwischen nutze ich das 4teilige Fiberglass Paddel mit 230cm von Nortik. Der Pack- und Tragesack ist beim Boot dabei und sieht ausreichend robust aus. Das Tragesystem hat leider nur Schultergurte, ein Beckengurt hätte hier den Tragekomfort deutlich erhöht.

Was ich noch ergänzen werde sind ein paar Laschen im Innenraum um z.B. einen kleinen Beutel für Verpflegung und Kamera oder ein GPS sicher befestigen zu können.

Transport

Ein Faltboot soll vor allem eines sein – mobil einsetzbar. Das ist es. Aber Du musst Dir auch darüber im klaren sein, dass die Platte eines 4,2m langen Bootes auch im gefalteten Zustand noch sehr groß ist. Auch das Eigengewicht will ohne Hüftgurt erstmal getragen werden. Da ich für Umtragestellen ohnehin einen Bootswagen dabei habe balanciere ich daher das verpackte Boot zur Einsetzstelle jetzt auf den Rädern des Bootswagens. Für kurze Strecken kann man aber den Packsack auch mal Schultern.

Nortik Fold im Kofferraum

Das Nortik Fold im Kofferraum eines Audi A4

Fazit

Ein tolles Boot. Gerade das schnelle Auf- und Abbauen macht einfach Lust es häufig zu benutzen. Ob am Feierabend mal schnell auf den See oder für eine Wochenendtour mit Gepäck. Als Expeditionsboot taugt es sicher nicht, aber dafür ist es ja auch nicht gemacht. Mich wird das Nortik Fold sicher noch oft beim Paddeln begleiten.

 

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