Eckla Foldy: Bootswagen im Praxistest

Eckla Foldy

Eckla Foldy: Multifunktion fürs paddeln – Sackkarre und Bootswagen in einem. Was der Bootswagen kann und wo seine Schwächen sind.

Wenn man nicht immer mit mehreren Autos zu Start- und Endpunkt einer Tour aufbricht und das Boot damit sowohl auf Portagen als auch auf dem Weg von und zum Fluss eigenständig transportieren will braucht einfach einen guten Bootswagen. Am besten einen den man auch als Sackkarre verwenden kann.

Technische Daten

Zunächst einfach mal die blanken Daten des Eckla Foldy:

  • Gewicht: 4,9km
  • kleinstes Packmaß: 68 x 32 x 8 cm
  • Maße als Sackkarre: 50 x 68 x 100cm
  • Material: Aluminium
  • Bereifung: wahlweise pannensichere Hartgummireifen oder Luftreifen, Ø 26 cm
  • Traglast: 60kg

(Daten wenn nicht anders angegeben Herstellerangaben)

Eckla Foldy als Sackkarre

Als Sackkarre verwende ich den Eckla Foldy vor allem auf dem Weg von und zum Bahnhof. Das Schlauch- oder Faltboot verpackt im Transportsack, auf den Foldy und los geht es.

Im Vergleich zu den wirklich unbequemen und fast schon schmerzenden Packsäcken mit Trageriemen von Nortik oder Grabner ist der Bootstransport mit dem Eckla Foldy wirklich eine Offenbarung.

Auf längeren Strecken dürfte er zwar etwas höher sein, aber für die i.d.R. kurzen Strecken vom Gleis zum Wasser reicht die Höhe absolut aus. Und wenn es doch mal unbequem wird kann man ja immernoch zwischen verschiedenen Positionen wechseln. (ziehen mit linkem oder rechten Arm, schieben)

Eckla Foldy als Bootswagen

Als Bootswagen ist der Foldy so richtig in seinem Element. Vor allem für breite Schlauchboote eignet er sich wirklich gut. Im nu verwandelt er sich in einen äußerst stabilen Bootswagen mit integrierten Spannriemen.

Eckla Foldy als Bootswagen

Eckla Foldy als Bootswagen bei der Kanutour auf dem Obermain

Beim Verzurren fällt nur auf dass ein Riemen bauartbedingt mit der Spann-Schnalle nach unten zeigt, Entweder man nutzt diesen Spannriemen also direkt über dem Bootseinsteig oder man verdreht vor dem festzurren den Riemen einfach um 180°. Bei der Nutzung als Sackkarre ist der Riemen dafür dann richtig positioniert. Man kann eben nicht alles haben.

Bei Portagen liegt das Schlauchboot wie im Bild der Grabner Explorer in einer sehr guten Höhe. So fallen auch längere Umtragestellen leicht.

Eckla Foldy beim Paddeln

Während dem Paddeln wird der Eckla Foldy möglichst klein zusammengefaltet auf dem (Schlauch-)Boot transportiert. Für das kleinstmögliche Packmaß muss erst ein Riemen zur Seite geschoben werden, wenn es viele Portagen gibt spare ich mir das dann aber einfach.

Die Reifen könnte man über die Schnellverschlüsse einfach demontieren, aber bevor ich dann am Ende die Sicherungen verliere verzichte ich da bisher drauf.

Damit ich den Bootswagen während dem Paddeln nicht verliere sichere ich ihn zum einen unter den Bootsleinen und zum anderen in dem ich wenigstens einen der Riemen des Bootswagens durch die Bootsleinen fädele und anspanne.

Fazit

Die Investition in den Eckly Foldy hat sich für mich absolut gelohnt. Für ein Schlauchboot wie den Grabner Explorer, das Grabner Escape oder das Gumotex Famura habe ich nichts vergleichbares gefunden. Auf dem Weg vom und zum Bahnhof wird der Eckla Foldy als Sackkarre verwendet, bei Portagen dann als klassischer Bootswagen. Wenn man den Dreh zum richtigen falten einmal raus hat kann man ihn immer schnell richtig einsetzen.

Pros

  • als Sackkarre verwendbar – das umständliche Geschleppe auf dem Rücken hat ein Ende
  • genau die richtige Höhe für Portagen eines Schlauchbootes – Bootstransport ohne gekrümmte Haltung
  • Breite Auflagefläche für Schlauchboote
  • Faltbar und im Verhältnis kleines Packmaß
  • integrierte Spanngurte

Con

  • schwer
  • teuer
  • keine Muttersicherung – man sollte ein Auge darauf haben die Rändelmuttern nicht zu sehr zu lockern
  • bei der Nutzung als Bootswagen ist ein Riemen immer „seitenverkehrt“; hier muß man aufpassen dass die Klemme nicht das Boot beschädigt

 

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