Wanderung auf den Preikestolen am Lysefjord

Preikestolen Ausblick

Der Ausblick über den Preikestolen auf den Lysefjord zieht viele von uns an. Massen an Touristen strömen im Sommer täglich hier hinauf. Ob es sich trotzdem lohnt? Ich bin nach meiner Trekkingtour durch die Hardangervidda noch einmal hochgegangen.

Wie jetzt, noch einmal? Ja, ich war schon vor etwas mehr als 10 Jahren hier. Meine Erinnerung ist allerdings schon sehr verblasst so dass es mich nochmal gereizt hat mich in den Trubel zu stürzen. Das Wetter verheißt nichts gutes, spätestens ab 11:00 Uhr soll es bei starken Wind wieder Regnen. Kein Problem also, ich wollte ohnehin vor den Busladungen und Unmengen an Campern aufsteigen um die Tour wenigstens ein wenig „in Ruhe“ genießen zu können.

GPS-Track und Karte

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Preikestolen: 58.989652, 6.165047

 

Den Track habe ich direkt auf der Tour aufgezeichnet. Insgesamt geht man mit Hin- und Rückweg 8,5 km bei etwas mehr als 700 Höhenmetern Gesamtanstieg. Für die Tour sollte man auf jeden Fall 3-4 Stunden einplanen. Meine reine Gehzeit von 2:11h war mit Sicherheit durch meine Trekkingtour direkt davor und den drohenden Regen geprägt.

Routenbeschreibung

Die Route ist an sich schnell beschrieben. Vom kostenpflichtigen Parkplatz (und ja, hier ist das Parken an der Straße schon einige km davor verboten), geht es gut ausgeschildert los. Zunächst durch einen Birkenwald und ein kurzes Sumpfgebiet, gut mit Bohlen ausgelegt, geht es schnell steil bergauf.

Der Weg ist durchgängig gut ausgebaut, ich glaube man hat hier sämtliche Steinblöcke der näheren Umgebung verarbeitet… Trotzdem ist der Weg anstrengend. Man sinkt zwar nicht im Nassen ein, aber geht oft von Stein zu Stein was sicher nicht jedermanns Sache ist. Zum Glück habe ich meine Bergstiefel an.

Nach etwas einem Drittel der Strecke geht es aber ohnehin nur noch durch felsiges Terrain aufwärts. Kurz vor dem Preikestolen gibt es noch ein paar etwas heiklere Stellen die aber gut mit Holztreppen abgesichert wurden.

befestigter Weg auf den Preikestolen

Der Weg auf den Preikestolen ist mit unzähligen Steinen sehr gut befestigt

Erlebnisbericht

Die Wanderung ist wirklich ein Erlebnis der besonderen Art. Direkt nach einer Trekkingtour durch die sumpfige Hardangervidda muten einem die Tageswanderer mit Angst vor jeder Pfütze ein wenig seltsam an. Immer wieder Diskussionen zwischen Kindern und ihren Eltern über das Wetter und die Anstrengung und, vor allem im Abstieg, immer wieder das lange hinterherhatschen hinter Großgruppen, bis sich eine Gelegenheit zum Überholen bietet. Wie unterschiedlich die Wahrnehmungen doch sein können…

Oben angekommen sind wir dann aber doch alle (fast) gleich. Der Ausblick ist einfach ein Erlebnis. Das Einzige was uns hier noch unterscheidet ist die Art wie wir es genießen. Während ich noch ein paar Meter höher klettere um die Szenerie im Ganzen einzufangen zieht es andere bin an die äußerst Kanten – Selfie inklusive. Nichts für mich – erst recht nicht bei den Windböen an diesem Tag.

Bild verwackelt bei Windstärke 7

Bei Windstärke 7 wird Fotografieren schon zu einer Herausforderung…

Beim Abstieg begegne ich dann den Busladungen aller Länder dieser Welt wie sie sich im Aufstieg abmühen. Teils nur mit Sneakers an den Füßen, ohne Regenjacke aber die Kamera immer in der Hand blockieren sie in Zweierreihen alle anderen Wanderer im Auf- und im Abstieg. Schnell weg denke ich mir und erreiche noch vor dem einbrechenden Regen den Parkplatz. Dort wird inzwischen von der Wanderung für heute abgeraten…

Warnschild: This hike is not recommended today

Mittlerweile wird auch schon am Parkplatz vom Aufstieg abgeraten

Fazit

Würde ich noch ein drittes Mal auf den Preikestolen gehen? Ja! Natürlich ist es überlaufen, aber der Ort ist einfach einzigartig. Beim nächsten Mal würde ich mir allerdings bei etwas besserem Wetter etwas mehr Zeit nehmen und am Vorabend auf das Neverdalsfjell aufsteigen und dort einen Platz zum Zelten suchen. Wenn ich mir die Karte so ansehe, dann müsste man von hier einen tollen Ausblick auf den Preikestolen und den Lysefjord haben. – Und das wahrscheinlich in himmlischer Ruhe…

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