7 Gründe in Zeiten von Corona auf Touren zu verzichten

Corona-Trekking

Trekking und Outdoor in Zeiten von Corona. Ungewöhnliche Zeiten werfen neue Fragen auf. 7 Gründe aktuell auf Outdoor-Touren zu verzichten.

Während sich die Regeln für das öffentliche Leben ohnehin schon täglich verschärfen gibt es viele die die Lage noch nicht wahrhaben wollen und die Regelungen für ihr Freizeitvergnügen umgehen wollen. Einige Beispiele aus verschiedenen Social-Media-Kanälen:

Gelten die Grenzschließungen auch auch für Wanderer und Radfahrer?

Ich habe ein PCT-Permit – kann ich über Mexiko in die USA einreisen?

Wer gesund ist und nicht anfällig hat nix zu befürchten. Ich ändere nix an meiner Einstellung.

Ganz offensichtlich haben noch nicht alle verstanden dass es gerade nicht um die Erfüllung individueller Wünsche sondern um eine Gesellschaftsaufgabe geht die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Die „dunkle Wolke“ Corona wird sich, leider, nicht so schnell von alleine wieder verziehen.

Gründe in Zeiten von Corona auf Touren zu verzichten

 

1. Die Reisemöglichkeiten sind eingeschränkt
Nahezu alle Außengrenzen von Deutschland sind genauso wie viel internationale Grenzen geschlossen. Dazu kommen noch zahlreiche unterbrochene Verkehrsverbindungen und je nach Einreisebestimmungen erwartet den Reisenden auch erstmal eine Quarantäne.

2. Du weißt nicht, ob Du infiziert bist
Corona-Infizierte haben teils kaum Beschwerden, teils treten sie erst nach Tagen auf. Was, wenn Du in der Zwischenzeit schon andere angesteckt hast oder selbst erst auf Tour schwer erkrankst?

3. Das Gesundheitssystem hat gerade genug zu tun
Wenn Du auf Tour oder auf An- und Rückfahrt Hilfe brauchst belastet das Ressourcen die für Corona dringend benötigt werden. Die Mitarbeiter im Gesundheitswesen sind dankbar für jeden der sich keinem unnötigen Risiko aussetzt und medizinisches Material wird ohnehin schon mehr als genug benötigt.

4. Vieles funktioniert nicht so wie gewohnt
In vielen Regionen fährt der ÖPNV nur noch im Notfallplan, Trampen dürfte schwierig werden und wildfremden potentiellen Virusträgern Trinkwasser auffüllen muss auch gerade nicht sein. Zeltplätze und Hostels sind ohnehin bereits geschlossen.

5. Keiner kennt die Regeln von morgen schon heute
Selbst wenn Du heute noch in Dein Zielgebiet einreisen kannst ist es nicht gesagt dass die Rückreise genauso reibungslos verläuft. Aber auch die Bewegungsfreiheit vor Ort kann schnell eingeschränkt werden wie Ausgangssperren in einigen Ländern zeigen.

6. Mit minimal-Hygiene auf Tour sind wir ein perfekter Wirt zur Verbreitung des Virus
Wir sind ja mitnichten nur „allein im Wald“. Ob auf dem Weg zur Tour, unterwegs oder bei der Nachversorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser.

7. Deine Lieben zu Hause benötigen Hilfe und Du bist auf Tour
Wenn Dich bisher nichts davon abgehalten hat zu Hause zu bleiben ist das vielleicht auch für Dich ein Grund nicht auf große Tour zu gehen.

Fazit

Ich bin kein Wissenschaftler, auch kein Mediziner. Aber bei einer Sterblichkeitsrate von bis zu 6% (!) in Italien glaube ich daran dass es hilft Kontakte und damit Übertragungswege zu minimieren. Genauso glaube ich daran das es hilft das Gesundheitssystem von Freizeit- und Verkehrsunfällen zu entlasten. Bevor die medizinische Versorgung zusammenbricht ist es besser einfach mal zurückzustecken und vor-erkrankte oder schwächere Menschen in unserer Gesellschaft zu schützen.

Corona geht uns alle an! Es ist keine Schande seine privaten Bedürfnisse hinter das Gemeinwohl anzustellen!

Aber solange kann man sich ja die Zeit damit vertreiben neue Touren für die Zukunft zu planen, Reiseberichte zu schreiben und seine Ausrüstung auf Vordermann zu bringen. Fit halten kann man sich währenddessen ja auch direkt hinter und vor der eigenen Haustür ohne gleich auf mehrtägige oder anspruchsvolle Touren zu gehen – bei einem Spaziergang, einer Laufrunde oder bei einer leichten Wanderung.

 

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