Polarlicht-Wanderung in Þingvellir zum Öxarárfoss

Der Öxarárfoss bei Polarlicht

Wer im Sommer schon einmal in Island war wird das Gefühl kennen. Wie mag diese Landschaft unter Polarlichtern nur aussehen? Um das zu sehen waren wir im März in Island. Hier seht ihr wie es sich in Þingvellir im Winter wandert.

GPS-Track und Karte

Karte und GPS-Track Þingvellir

Karte und GPS-Track Þingvellir (Kartendaten © 2018 Google)

Die Route der Wanderung ist im Wesentlichen die gleiche, die ich schon einmal im Sommer in Artikel Wanderung in Þingvellir zum Öxarárfoss beschrieben habe. in diesem Artikel steht aber das Erlebnis Polarlicht in Þingvellir im Mittelpunkt.

Þingvellir im Winter

Die Besuchermassen im Sommer kannten wir bereits und so waren wir gespannt wie es wohl im Winter werden wird. Wie erwartet war es deutlich ruhiger. Dennoch war auch tagsüber schon einiges los. Natürlich um einiges Kälter aber trotzdem noch recht mild. Wir hatten es uns zumindest kälter vorgestellt. In Þingvellir liegt die Temperatur im Mittel um den Gefrierpunkt. Erst durch den Windchill-Effekt, hier weht es schließlich im Winter doch recht anhaltend und stark, fühlt es sich dann nach bis zu -10° Grad an.

Öxarárfoss im Winter

Auch tagsüber ist der Öxarárfoss im Winter schon eine Wanderung wert

Um den Öxarárfoss bei Polarlicht einzufangen bleiben wir mit unserem Camper-Bus direkt in Þingvellir. Die Sonne geht unter, die Polarlichtvorhersage sieht gut aus und so sehen wir immer wieder nach außen um den Augenblick nicht zu verpassen. Und dann ist es soweit. Erst ein leichter grüner Schimmer, dann leuchtet es um uns herum mit voller Kraft. Atemberaubend.

Kamera und Stativ sind schnell zu Hand, Mütze, Handschuhe, gefütterte Hose und Jacke schnell angezogen und los geht´s. Zunächst haben wir die Szenerie noch für uns alleine, doch das sollte sich schnell ändern. Wie aus dem Nichts tauchen Busse auf. Offenbar sind hier Polarlichtscouts bei den Reisegruppen aktiv. Schnell wird es voll in Þingvellir. Auf den pfeifenden Wind bei den winterlichen Temperaturen sind die Busladungen aber nicht eingestellt. Gut für uns.

Der Öxarárfoss im Polarlicht

Schon nach wenigen Metern auf dem Wanderweg zum Öxarárfoss sind wir wieder alleine. Wir gehen durch die Almannagjá-Schlucht und über die Brücke der rauschen Öxara und biegen letztlich zum Öxarárfoss nach links ab.

Eine unwirkliche Landschaft liegt dabei vor uns. Um einen guten Blick auf den Öxarárfoss zu haben steigen wir auf die Kontinentalspalte und können den Anblick kaum fassen. Wir freuen uns und fotografieren was das Zeug hält. Die Kälte ist dabei schnell vergessen.

Der Öxarárfoss bei Polarlicht

Der Öxarárfoss bei Polarlicht

Kontinentalspalte in Þingvellir nahe des Öxarárfoss bei Polarlicht

Die Kontinentalspalte in Þingvellir nahe des Öxarárfoss bei Polarlicht

Fazit

Es lohnt sich. Es lohnt sich in einem müffelnden Bus auszuharren, bei Eiseskälte mitten in der Nacht rauszugehen, ein Stück zu wandern und dieses Naturwunder zu genießen. Warme, wasser- und winddichte Kleidung ist genauso Pflicht wie ein stabiles Stativ dass auch winterlichen Winden trotzt. Aber wo und wann sonst könnte man so etwas erleben?

Wie es im Sommer hier aussieht seht ihr im Artikel Wanderung in Þingvellir zum Öxarárfoss.